Es gibt nur eine Wahrheit - Deine eigene.

Über mich

Ich bin Sabine Junginger, geb. 1967, verheiratet und Mutter von 3 erwachsenen Kindern. Ich hatte ein strenges Elternhaus, – Fleiß, Disziplin und Ordnung waren oberstes Gebot. Ich musste früh selbständig werden und Verantwortung für meinen jüngeren Bruder übernehmen, während meine Eltern voll berufstätig waren.

Im Alter von 10 Jahren, als wir ins Allgäu zogen, traten dann die Pferde in mein Leben. Sie haben mich vom ersten Moment an fasziniert, begeistert und angezogen. Sie verkörperten für mich den Innbegriff der Freiheit. Hier konnte ich den Zwängen von zuhause entfliehen, abschalten und auftanken… Ich selbst sein, eintauchen in die Natur.

Ich verbrachte jede freie Minute im Stall und hatte besonders für die „schwierigen Pferde“ ein Händchen. Mich faszinierte die Persönlichkeit dieser Tiere, ihre Seele, und die Ursachen, die hinter ihrem Problemverhalten steckten. Ich „pferdeflüsterte“ schon, als ich noch nicht mal wusste, dass es einen Namen dafür gibt…

Mein Wissensdurst, die Frage nach dem Warum, nach den Ursachen, ließ nicht nach, und nach meinem Abitur studierte ich 3 Jahre lang Medizin – leidenschaftlich – war aber dem Prüfungsdruck nicht gewachsen. Schweren Herzens ließ ich von meinem Wunsch ab, als Ärztin zu helfen und zu heilen, und wurde Arzthelferin.

Familie & Co

Ich heiratete 1991 und wir bekamen 3 wunderbare Kinder, die inzwischen erwachsen sind und auf eigenen Füßen stehen. Sie sind bis heute mein größtes Geschenk!                         

Mein Mann war jahrelang nur am Wochenende zuhause – wir mussten ja unser Eigenheim finanzieren – und ich tat das, was ich immer schon tat: mich um alles kümmern, alles managen; war Top-Mutter, Top-Hausfrau und Top-Ehefrau, und verständnisvolle Tochter obendrein.

Und es war gut. Es war toll. Ich hatte alles, was ich mir wünschte…und als ich mir mit 33 Jahren meinen Traum erfüllte und mein erstes Pferd kaufte, war ich im 7.Himmel!! Und das managte ich dann auch noch! Klar!

Beruf & Vision

Je älter die Kinder wurden, je selbständiger und unabhängiger, umso mehr konnte ich mich auf das konzentrieren, was ich schon immer wollte: mit Pferden arbeiten, Lernen, Lehren und Helfen. Ich machte Kurse, Lehrgänge und Ausbildungen, und machte meine Berufung zum Beruf, half Menschen mit Pferdeproblemen und Pferden mit Menschenproblemen.

Mit der Idee, mit unseren beiden Freunden eine Freilichtbühne zu bauen, wurde eine atemberaubende Vision wahr: Gemeinsam etwas erschaffen, jeder in seinem Bereich sein Potential  entwickeln können, mit Menschen arbeiten, Pferde ausbilden, unsere Kinder alle mit einbinden, ihnen Möglichkeiten schaffen, an etwas Großem teilzuhaben…

Wir wagten es. Mit einem 70-Mann starken Ensemble und 20 Pferden wurden 800 Zuschauer in die Welt des Wilden Westens entführt. Winnetou und Old Shatterhand in Kampf gegen das Böse. Ich war für alles zuständig, was den Bereich „Pferde + Reiten“ betraf, und mit großer Freude bereitete ich „normale Freizeitpferde“ auf Schüsse, Explosionen, Fackeln, Qualm und Revolver-Gestank, Kampfszenen mit lärmendem Handgemenge, Angriffe oder brennende Kutschen vor. Auf Zuschauer, die sich bei einsetzendem Regen bunte Capes anzogen, vor Begeisterung gröhlten und klatschten, oder auf tieffliegende Adler, deren Krächzen erstmal sehr unheimlich auf die Pferde wirkte…

Ihren größten Beitrag leisteten meine 8 Bühnenpferde in Kooperation mit „Ihren“ Reitern: Schauspieler ohne Pferde-und Reiterfahrung. Für einen Crash-Kurs über Horsemanship, Pferdeverhalten im allgemeinen und in kritischen Situationen im besonderen (Schüsse, Explosionen…!), sowie Input über Balance und Reitersitz in allen Gangarten, sowie dem Lenken und Führen eines Pferdes während einer Show – bei jedem Wetter – waren acht Wochen Zeit…

Die besondere Herausforderung war für mich dabei immer, die „Persönlichkeit Pferd“ mit der „Persönlichkeit Nicht-Pferdemensch“ zusammenzubringen, die gemeinsam eine Show bewältigen müssen, in der es zwar auch um Action und lustige Szenen geht, aber natürlich auch um Gefühle, Emotionen und Werte. Es war unglaublich erfüllend für mich, die Resultate zu sehen – und diese Befriedigung trug mich lange und weit über meine Körperkräfte hinaus. The Show must go on…

Der Absturz

Wir hatten alles ins Spiel geworfen, was wir hatten: Ersparnisse, Enthusiasmus, Energie und maximalen körperlichen Einsatz. Wir kämpften mit Dauerregen, Überschwemmungen und schweren Stürmen, die starke Schäden anrichteten. Wir gaben 3 Jahre lang mehr, als wir stemmen konnten, – immer in dem Wissen, dass wir die schwierige Anfangszeit überstehen würden…Und dann starb unser Freund, mit 47 Jahren.

Ein schwerer Schlag, persönlich wie wirtschaftlich. Wir machten zwar weiter, aber irgendwie war plötzlich alles anders. Es wurde ein Kampf – emotional, körperlich und finanziell. Und als ich kurz vor dem 2. Burnout stand, wurde uns bewusst: Es geht nicht mehr. Unsere Philosophien waren nicht mehr dieselben, die Werte zu unterschiedlich geworden, ein Zusammenarbeiten nicht mehr möglich. Schweren Herzens gaben wir 2015 die Vision unserer Bühne auf: wir stiegen aus.

Ich war nicht nur körperlich am Ende; mir zog es mir förmlich den Boden unter den Füssen weg und ich fiel in ein tiefes Loch. Soviel hatte ich mein Leben lang darauf hingearbeitet, etwas zu erreichen, etwas zu leisten, etwas zu werden, um dann etwas zu haben, und es hatte mich trotzdem nicht davor bewahrt, immer wieder abzustürzen. Unsere Existenz war bedroht, ich musste die Pferde verkaufen, das Haus drohte, an die Bank zu gehen und alle finanziellen Rücklagen waren dahin.

Der Wendepunkt

Es war ein Urlaubsseminar auf Lesbos, das mich auf den Transformationsweg nach Robert Betz führte…ein entscheidender Wendepunkt in meinem Leben! Ich lernte und erfuhr zum ersten Mal, mich und meine Gefühle wirklich tief zu fühlen und anzunehmen. Ich merkte, wie oft ich mich verbogen hatte, mich verkauft hatte, mein Herz verraten hatte. Mir wurde schmerzlich bewusst, wie wenig ich mich selbst respektiert hatte. Ich hatte mein ICH völlig verloren.

„Alles, was Du suchst, ist in Dir.“

Die tiefe Bedeutung dieses Satzes wurde mir klar, als ich aufhörte, meine Anerkennung im Außen zu suchen. Als ich aufhörte, mich selbst verbessern zu wollen. Als ich aufhörte, anderen etwas beweisen zu wollen. Als ich aufhörte, vor mir selbst zu flüchten. Als nichts mehr half und ich begann, mich mutig und ehrlich mir selbst und meiner Vergangenheit zu stellen.

Ich hatte mich immer als ohnmächtig wahrgenommen…gegenüber meinen Eltern, meinen Lehrern, ich erlebte mich hilflos meinen Lebensumständen gegenüber…und die Erkenntnis, dass ich selbst die Möglichkeit habe, Dinge zu verändern, und dass ich mir all das, was ich dazu brauche, nicht erst erarbeiten muss, sondern dass ich es schon immer in mir trage, befreite mich zutiefst.

Ich sog alles in mich auf, verstand endlich Zusammenhänge im Leben. Fühlte mich endlich. Konnte endlich ich selbst sein. Erkannte mein Potential. Ich machte die Ausbildung zur Transformations-Therapeutin. Wie leicht es mir fiel, mich in mein Gegenüber einzufühlen…tat ich doch mein Leben lang nichts anderes mit meinen Pferden! Der Coach für THE WORK folgte. Ulrich Bührle kombinierte Katie Byrons wunderbare Arbeit mit Elementen des NLP und Systemischer Aufstellung. Eine wunderbare Ergänzung für meine ganzheitliche Arbeit.

Heute

Mit Begeisterung und großer Freude begleite ich heute Menschen und Pferde auf ihrem persönlichen Weg in die Klarheit, Leichtigkeit und ganzheitliche Gesundheit. Ich gebe Seminare für Hufbearbeitung, Horsemanship, Persönlichkeitsentwicklung und Führungskräftetraining, mache Sattelberatung und ganzheitliche Beratung rund ums Pferd.

Zur Zeit habe ich 1 Pferd – Grisu, mein 8jähriger Murgese-Wallach – Winnetous Iltschi. Wir genießen zusammen ausgedehnte Tages-und Wanderritte, machen viel Freiarbeit, Halsringreiten, Gelassenheits-Spiele und feine Boden- und Longenarbeit. Mit der Akademischen Reitkunst (Bent Branderup) habe ich für mich eine wunderbare Möglichkeit gefunden, feines Reiten mit allen Elementen des Horsemanship zu verbinden.

Mein Lebenstraum ist in Erfüllung gegangen…

Der Weg zu uns selbst wird nie zu Ende sein

Immer wieder schenkt uns das Leben neue Erfahrungen, die uns weiter wachsen lassen. Immer wieder gibt es Phasen, die uns herausfordern, uns durchschütteln. Was ist es, das uns durch solche Zeiten trägt? Für mich ist das heute das Hineinlauschen in mich, mir Zeit nehmen, das zu erspüren, was sich für mich im Moment richtig anfühlt. Und damit immer mehr meine eigene Wahrheit zu erkennen und zu leben.

Wir können Anregung, Inspiration von außen erhalten, aber niemals die Lösung. Die liegt allein in uns selbst. Wenn wir aufhören, im Außen zu suchen, werden neue Wege in uns geboren und wir können sie genau zum richtigen Zeitpunkt beschreiten.

Öffne Deine Augen und öffne Dein Herz! Sieh Dich um! Du bist für Wachstum geschaffen und alles um dich herum wurde geschaffen, um dich darin zu fördern. Der Weg ist frei. Also wachse – über alle Grenzen hinaus!


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